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Nähe und Distanz in der Liebe

Wenn wir verliebt sind, möchten wir am liebsten Tag und Nacht, jede Sekunde und Minute, Zeit miteinander verbringen. Wir bekommen nicht genug voneinander und genießen uns, die gemeinsame Zeit ist so kostbar und sowieso immer zu kurz und zu wenig. Am liebsten würden wir alles gemeinsam machen – kochen, essen, schlafen, fernsehen, … Eben den ganzen Alltag teilen.

Bist du eine Brausetablette?

Aber ist das denn so gut, wenn wir uns 24/7 auf der Pelle hocken? Die Antwort darauf ist natürlich so individuell wie jede Beziehung. Aber die Gefahr – wenn man es denn so drastisch bezeichnen möchte – des Aneinanderklebens ist, dass man sich selbst und seine eigenen Bedürfnisse vergisst. Dass man in die Beziehung hüpft wie eine Brausetablette ins Wasser und sich komplett darin auflöst. Doch auch, wenn aus dem Ich ein Wir wird, steckt eben in dem Wir immer noch das Ich. Und das will eben immer noch gepflegt werden. Wer bin ich denn, wenn ich nicht in dieser Beziehung bin? Was tut mir gut – abseits der Anwesenheit meiner Partnerin? Welche Hobbies habe ich nur für mich und welche Menschen möchte ich auch mal alleine treffen?

Lodernde Flamme oder Sparflämmchen?

Je mehr Zeit man zusammen verbringt, desto weniger Aufregung ist damit verbunden, die leidenschaftliche Flamme der Liebe wird irgendwann zum Sparflämmchen. Befeuern kann man das gut mit ein bisschen Abstand. Erst, wenn Luft rankommt, kann die Flamme wieder richtig auflodern. Und genau das gilt es, zu kommunizieren. Dass Kommunikation der Schlüssel zum Erfolg ist, das wissen wir ja schon lange, und kommunizieren tun wir alle mal mehr, mal weniger gut. Aber gerade dieses Thema erfordert viel Fingerspitzengefühl und Verständnis. Die Kommunikation des Wunsches nach Distanz kann eine große Herausforderung sein. Es besteht die Möglichkeit, dass der*die andere das falsch versteht. Und ein ehrliches Gespräch bedeutet auch, zu sagen: Nein, es geht nicht darum, dass ich keine Zeit mit dir verbringen will, es geht darum, Zeit mit mir selbst zu verbringen.

Zu viel Nähe engt ein

Es fällt einem oft hinterher auf die Füße, wenn man sich in der Beziehung nicht um sich selbst kümmert. Nicht selten hagelt es später Vorwürfe: Deinetwegen war ich nicht mehr beim Fußball-Training / habe diesen oder jenen Freund nicht getroffen. Und außerdem: wie soll man sich denn vermissen, wenn man sich ständig sieht? Auch wenn das Vermissen an sich kein schönes Gefühl ist, aber wie schön ist bitte das Wiedersehen, wenn man sich mal ein paar Tage nicht getroffen hat? Wenn man sich wieder mal von außen betrachten kann, sich gegenseitig neu wahrnimmt?

Heute treffen wir uns nicht

Falls euch das schwer fällt, vereinbart doch mal ganz absichtlich Tage, an denen ihr euch nicht seht. An denen ihr andere Menschen trefft, an denen ihr euch mit eurer Hautpflege beschäftigt oder peinliche Serien schaut. Also Dinge, die man im Beisein des anderen eh nicht so gerne macht. Fußnägel schneiden und Augenbrauen zupfen oder sowas, ihr wisst schon 😉

Das Balancieren zwischen Nähe und Distanz ist wohl eine der größten Herausforderungen in Beziehungen. Manchmal tut es gut, sich einen Schritt vom anderen zu entfernen, um ihn*sie wieder im Ganzen zu sehen und als eigenständige Person wahrzunehmen. Und dann kann man sich sogar immer häufiger neu verlieben.

Welcher Typ seid ihr in Beziehungen? Seid ihr die Brausetablette oder schafft ihr es, gesunde Distanz herzustellen? Wie sind da eure Erfahrungen?

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