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Dating in Zeiten von Video Calls

Es ist passiert: Ihr habt da jemanden gefunden auf der Online-Dating-Plattform, mit dem*der ihr lustige, tiefgründige, unterhaltsame Nachrichten austauscht. Ihr fühlt eine Verbindung und wünscht euch vor allem eines – diese Person zu treffen. Ja gut, aber wir haben halt immer noch Pandemie… Und jetzt? Ein virtuelles Treffen per Video-Call kann der erste Schritt zum echten Kennenlernen sein. Ihr seht euch, nehmt die Mimik des anderen wahr und seid euch schon etwas näher als nur per Tastatur. Das mag zwar nicht das echte Date ersetzen, aber es ist eine gute Möglichkeit, um die Pandemie-Zeit zu überbrücken. Bis man sich sicher ist, dass man sich wirklich treffen möchte, weil man getestet oder geimpft ist, ihr wisst schon. Natürlich könnt ihr ganz authentisch einfach loslegen mit der Video-Daterei, aber wer gleich mal einen guten Eindruck machen will, kann ein paar Punkte beachten, um sich bei der oder dem Umworbenen von der besten Seite zu präsentieren.

Hintergrund: wo platziere ich mich in meiner Wohnung?

Die erste Frage gleich mal vorweg: Wo setze ich mich hin? Das kommt natürlich ein bisschen darauf an, wie ihr euch am liebsten zeigen wollt – möchtet ihr belesen wirken, dann setzt euch vor euer Bücherregal; habt ihr eine besonders schöne Küche, auf die ihr stolz seid, dann platziert euch dorthin. Das gibt auch gleich einen Aufhänger fürs Gespräch. „Was hast du zuletzt gelesen?“, „Kochst du auch so gerne?“ Ihr seht schon: mit dem Hintergrund lässt sich einiges ausdrücken. Und das eben auch mit einem unaufgeräumten Saustall im Zimmer. Sieht irgendwie aus nach: „Dieses Date war es mir nicht wert, etwas Ordnung in meine vier Wände zu bringen.“ Ist der Hintergrund bei euch absolut nicht vorzeigbar oder ihr wollt die fremde Person nicht direkt „in eure Wohnung“ lassen, dann nutzt eine Video-App, mit der ihr den Hintergrund selbst mit einem Bild gestalten könnt. Aber grundsätzlich wirkt es natürlich intimer und sympathischer, wenn ihr euer Zuhause zeigt. Immerhin fragt sich euer Gegenüber sonst, was ihr denn zu verbergen habt. Zu intim sollte es aber auch nicht sein: das Date virtuell im Bett zu empfangen ist vielleicht keine gute Idee, wenn man den*die andere*n erst einmal kennenlernen möchte.

Outfit: Mit oder ohne Hose?

Wir kennen das ja alle aus den geschäftlichen Video-Konferenzen, da sitzen wir mit Hemd und Jogginghose vor dem Bildschirm. Das sei euch natürlich auch bei eurem Date gegönnt, peinlich könnte es halt werden, wenn ihr doch mal aufstehen müsst. Zum Beispiel, weil ihr euer Getränkt nachschenken wollt oder irgendetwas zeigen möchtet. Ein guter Anhaltspunkt für die Wahl des Outfits: Was würdet ihr tragen, wenn ihr jetzt ein „Live“-Date hättet? Und worin fühlt ihr euch wohl? Wer eher sportlich unterwegs ist und sich dann im Hemd vor den Screen setzt, wird sich wahrscheinlich nicht zu hundert Prozent wie er oder sie selbst fühlen. Das merkt man dem Gespräch dann oft auch an. Schulterfreie Oberteile zum Beispiel können tückisch sein: das kann schnell so aussehen, als sitzt ihr nackt vor dem Bildschirm. Ist das so beabsichtigt, fein, go for it, wenn nicht, ist das vielleicht ein Punkt zum Beachten. Auch beim Outfit gilt also vorrangig der Tipp: Zieht an, worauf ihr wirklich Lust habt und was euch widerspiegelt.

In Szene setzen mit Beleuchtung

Das richtige Licht kann euch schmeicheln. Das geht so: von allen Seiten gleichmäßig ausgeleuchtet, keine Sonneneinstrahlung oder sonstige Lichtquellen nur von einer Seite, angenehme Lichttemperatur – ihr wollt ja schließlich keine OP durchführen, sondern eure Schokoladenseite transportieren. Halb heruntergezogene Jalousien, die euch Lichtstreifen ins Gesicht zaubern, sorgen bei dem oder der anderen Gegenüber wohl eher für Irritation. Wenn ihr sowas schon Zuhause habt, wäre ein Ringlicht eine gute Lichtquelle. Um ganz sicher zu gehen, dass alles sitzt, macht einfach ein Selfie vor eurem Date und checkt so die Lichtverhältnisse.

Gespräche

Das Setting stimmt, die Beleuchtung sitzt, ihr seid mit eurer Schokoladenseite im Bild – jetzt fehlt nur noch der richtige Inhalt! Will heißen: worüber reden wir denn eigentlich? Für die Plaudertaschen unter euch mag diese Frage hinfällig sein, aber bei so einem ersten Date entsteht bei manchen Unsicherheit. Die Angst, nicht zu wissen, was man sprechen soll, Angst vor einem langen Schweigen. Ganz wichtig: Macht euch keinen Druck. Denn Schweigen ist wirklich nicht wild. Kleine Gesprächspausen sind das normalste auf der Welt und dürfen durchaus passieren.

Die Themen sind so individuell wie eure Chat-Konversation zuvor. Vielleicht dient euch ein Thema daraus als Aufhänger. Greift das nochmal auf, fragt nach. Und überlegt euch – wenn ihr euch absichern wollt – vorab ein paar Themen, die ihr gerne ansprechen wollt.

In erster Linie aber gilt: Seid ihr selbst, verstellt euch nicht und habt Spaß! Denn genau das soll daten ja machen: Freude. Menschen kennenlernen, gute Unterhaltungen führen. Und wenn die Unterhaltung nichts ist – auch nicht schlimm, möglicherweise seid ihr zwei eben kein Match. Aber das kommt auch noch. Vielleicht beim nächsten Video-Date. Wir drücken euch die Daumen!

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